Der International Swiss U16 Cup hat eine einzigartige Tradition des sozialen Engagements. Zusätzlich zur Förderung der Jugend in der Region ist es den Organisatoren wichtig, auch immer wieder Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die in einer Konflikt- oder Krisenregion leben. Diese sollen die Möglichkeit bekommen, wie andere junge Fussballer auch, mit Toleranz und Spass ihrem Sport nachzugehen.
Special Guest Teams
Zu jedem Turnier wird eine besondere Gastmannschaft aus einer Konfliktregion eingeladen, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen.Im Jahr 2004 war eine Jugendmannschaft aus dem Kosovo erstes Gastteam des International Swiss U16 Cup. Damit konnte der langen sportliche Isolation des Kosovo entgegengewirkt werden.Im Jahr 2006 war das Peace Team, eine gemischte Mannschaft von Israelis und Palästinensern, Gast des Turniers. Trotz der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten nahm die Mannschaft erfolgreich am Turnier teil – die Jugendlichen gewannen trotz der politischen Schwierigkeiten Verständnis füreinander und die Überzeugung, dass Frieden in ihrer Region möglich ist. Zur selben Zeit befand sich Israel im Konflikt mit Libanon. Das Turnier und seine friedensfördernden Maßnahmen stehen unter dem Patronat von alt Bundesrat Adolf Ogi, ehemaliger Sonderberater des UNO-Generalsekretärs für Sport im Dienst von Frieden und Entwicklung.
Folgeprojekte des International Swiss U16 Cup
Im Anschluss an die Teilnahme der Gastmannschaften initiierten die Organisatoren des Turniers Friedensförderungsinitiativen in den Herkunftsregionen der Mannschaften. Bis jetzt gab es Projekte im Kosovo (2005) und in Jerusalem (2007). In den Konfliktregionen werden Trainingslager veranstaltet, in denen Kinder und Jugendliche verschiedener ethnischer Gruppen gemeinsam trainieren und spielen. So erlernen sie Respekt voreinander und können über die Grenzen der Volksgruppen hinaus Kontakte knüpfen. Die Trainingseinheiten werden von hochklassigen Fussballtrainern mehrerer europäischer Spitzenclubs geleitet. Viele dieser Vereine sind Teilnehmer am Swiss Cup – und tragen so die soziale Verantwortung des Turniers mit. Im Kosovo wurde die Initiative gemeinsam mit der UN Mission im Kosovo (UNMIK) umgesetzt. 400 junge Sportler aus allen ethnischen Gruppen der Region nahmen am Trainingslager teil. Gleichzeitig wurden Jugendtrainer und Schiedsrichter in neuen Methoden und Techniken ausgebildetIn Jerusalem war das Ziel, israelische und palästinensische Jugendliche zusammenzubringen. In Kooperation mit dem Peres Center for Peace und dem jüdisch-arabischen Fussballclub Abu Gosh-Mevaseret konnten sich 300 Kinder in gemischten Mannschaften kennen lernen – und somit ein weiteres Zeichen für den Frieden im Nahen Osten setzen.